Astrophotographie und Erfahrungen mit dem Vaonis Stellina

Auf dieser Seite sollen sukzessive Ergebnisse der Beobachtung von Deep-Sky Objekten mit dem Stellina von Vaonis zusammengefasst werden. Auch das Gerät selbst werde ich genauer vorstellen.

Das Vaonis Stellina ist ein Refraktor mit einer Öffnung von 80mm und einer Brennweite von 400mm auf einer azimutalen GoTo-Montierung. Nach dem Einschalten richtet sich das Gerät vollautomatisch aus. Auch die Scharfstellung erfolgt automatisch; das Stellina besitzt kein klassisches Okular. Zielanwahl und Aufnahmesteuerung erfolgen vollständig per App via WiFi, welches das Stellina als Hotspot öffnet. 

Update vom 24.02.2021: Nach einigen Beobachtungsabenden lässt sich bisher folgendes zum Stellina sagen: Die Selbstinitialisierung war in fast allen Fällen erfolgreich und dauerte nur wenige Minuten; einmal kam es vor, dass das Gerät mehrere Versuche brauchte und verschiedene Himmelsausschnitte im Rahmen der Initialisierung durchprobierte, vermutlich auf eine dünne und durchwandernde Schleierbewölkung zurückzuführen. Stellinapp, die App zum Gerät, funktionierte in der Zeit problemlos; irritierend sind lediglich vereinzelte Ladezeiten ohne visuelles Feedback (auf einem Huawai P30).

Beobachtungen im Winter bei leichten Minusgraden machte Stellina ordentlich mit. Es zeigte sich jedoch, dass das Gerät vergleichsweise lange braucht, um sich an die Umgebungstemperatur zu akklimatisieren. Dies macht wiederholte Refokkussierungen während der Beobachtungen notwendig, da andernfalls die Bildschärfe zum Teil deutlich leidet; die App zeigt diesbezüglich auch Warnmeldungen an. Problematisch ist eine Refokkussierung nur dann, wenn man lediglich das intern erstellte JPEG-Bild als Ergebnis möchte. Dies lässt sich zwar speichern, nach der Refokussierung beginnt jedoch ein neuer Stacking-Prozess. Die Rohbilder (FITS) sind jedoch vollständig auf dem USB-Stick gespeichert, wenn dieser genutzt wird. Praktischerweise erstellt Stellina für jede Beobachtungssession, und jedes beobachtete Objekt einen eigenen Ordner. Weitere Unterordner erstellt das Gerät, wenn eine Neufokussierung durchgeführt wird. Je nach Einstellungen werden dann jeweils die Rohbilder (FITS), die JPEG-Bilder, und ein TIFF-Bild gespeichert. Man sollte vor der Nutzung unbedingt prüfen, ob in den App-Einstellungen die volle Bildauflösung aktiviert ist! Das Fazit ansonsten bisher: Das Gerät hält, was es verspricht.