Semantische Beschreibung der Risikoanalyse mit Hilfe einer OWL-Ontologie

Die vorgeschlagene Ontologie (Vollständige Abbildung) beschreibt semantisch die grundlegenden Konzepte und Entitäten der Risikoberechnung am Beispiel Hochwasser. Dazu gehört einerseits die zugrundeliegende Naturgefahr (Hochwasser), andererseits Konzepte zur Erfassung dieser Naturgefahr und ihrer Intensität, beispielsweise Überflutungstiefe, Strömungsgeschwindigkeit usw. Die Ontologie definiert weiterhin verschiedene Zwischenprodukte und Ergebnisse der Risikoberechnung wie Schädigungsgrad, Absoluter Schadenswert sowie jährlich zu erwartender Schaden. Damit bildet die vorgeschlagene Ontologie, welche in OWL implementiert wurde, die Grundlage für die Anleitung des Anwenders in der Risikoberechnung, der Generierung von Metadaten, und der automatisierten Verlinkung relevanter Daten im Kontext der Risikoanalyse. Mehr Informationen in Scheuer et al., 2013.

Wofür ist dies gut?

Ontologien, hier speziell solche, die mit der Web Ontology Language (OWL) implementiert sind, stellen maschinen-interpretierbares, formalisiertes Wissen dar und strukturieren bzw. beschreiben in der Regel Aspekte eines spezifischen Sachgebiets, d.h., einer Wissensdomäne. Ontologien umfassen relevante Termini, und charakterisieren diese hinsichtlich ihrer (auch taxonomischen) Beziehungen zueinander. Ontologien bilden Bausteine zur Entwicklung wissensbasierter Anwendungen und Systeme. Die hier gezeigte Ontologie über die Domäne Hochwasserrisikoanalyse ist ein solcher Baustein zur Implementierung wissensgestützer Tools für die Bestimmung von Hochwasserrisiken, z.B. durch die Beschreibung von Arten gefährdeter Elemente.

Was ist der Kontext?

Im Einklang mit der EU-Hochwasserrahmenrichtliche sind für zahlreiche Fließgewässer Risiken im Zusammenhang mit Hochwasser zu bestimmen.